Systemische Sexualtherapie in Mülheim

Mit systemischem Blick die Partnerschaft und SExualität verstehen

Einige Fragen zur Orientierung

  • Welche Dimensionen meiner weiblichen/männlichen Sexualität kenne ich?
  • Welche Dimensionen meiner Sexualität möchte ich noch kennenlernen?
  • Habe ich den Sex Worth Wanting?
  • Kenne ich meine persönliche Paradoxie meiner Sexualität?
  • Wer bin ich als erotische Person?
  • Welche Bereiche meines sexuellen Spektrums zeige ich meinem Partner nicht und weshalb?
  • Was würde ich mich gerne trauen zu zeigen?
  • Wie kann ich mit sexuellen Differenzen zwischen mir und meinem Partner umgehen?
  • Welche Spielräume kann ich für mich und gemeinsam mit meinem Partner entdecken?
  • Welche Grenzen sind für mich unveränderbar?

Systemische Sexualtherapie

Die systemische Sexualtherapie wurde von Ulrich Clement begründet. Clement geht u.a. davon aus, dass sich die Sexualität und die sexuelle Anziehung aus dem Unterschied beider Partner ergeben.
Die systemische Sexualtherapie geht weg von einer defizitorientierten Sichtweise auf sexuelle “Probleme” und betrachtet die bestehende Sexualität eines Paares als die aktuelle Lösung, auf die sich das Paar „geeinigt“ hat. Das ganz eigene Spannungsfeld der erotischen Profile spielt hier eine große Rolle.

Meine Ausbildung in systemischer Sexualtherapie bei Prof.Dr.Ulrich Clement und Frau Dr. Angelika Eck hat meine sexualtherapeutische Arbeit um vielfältige Methoden und zahlreiche Sichtweisen ergänzt, die sexuelle Konflikte in einen weiteren Kontext stellen:

1. Die Gestaltung der Sexualität ist Verhandlungssache

Auch wenn dieser Ansatz nicht sehr romantisch klingt, so ist er doch sehr wichtig anzuschauen. Denn, die Sexualität, die ein Paar miteinander teilt, basiert immer auf eine Art des Verhandelns. Ob offen oder stillschweigend zeigen wir unser Wollen und Nicht-Wollen. Wenn also das Paar seine Sexualität verändern möchte, so ist es absolut Notwendig diese Strategien zu verstehen.

2. Eine Verhandlung über die Sexualität kann sich immer wieder erneuern und von vorne beginnen.

Sexological Bodywork ist eine zielgerichtete, umfassende und kreative Form der somatischen Sexualberatung, die uns in unserem Inneren berührt, mit einem systemischen Blick auf unsere Sexualität. Denn Sexological Bodywork beinhaltet zu einem fundierten Wissen rund um Themen wie Sexualität, Beziehungen, Verhaltensmuster, Solo Sex und dem Verhältnis zu uns und unserem Körper und vereint eine Körperarbeit in der das kognitiv Verstandene auch körperlich erfahrbar und erlernbar gemacht wird.

3. Sexuelles Begehren ist paradox

Die Paradoxie des Wollen-Wollens Ulrich Clement, sowie auch Angelika Eck haben es sehr anschaulich beschrieben. Das sexuelle Begehren kann ambivalent und auch paradox sein. Wenn der eine Partner mehr Sex möchte als der andere, so ist der eine im Bedarf und der andere kann frei sagen, dass er nichts braucht. Doch ist das wirklich so? Hier können sich schnell Verhaltensmuster einstellen und der „freie“ Partner bekommt vllt nie, dass was er wirklich möchte. Paradoxie in der Sexualität spielt eine große Rolle und kennt jeder. Als Beispiel nehme ich eine Fernbeziehung. Die Lust wird durch die Entfernung um Längen gesteigert, weil der andere nicht da ist. Ist er dann da, kann es sein, dass die Lust wie ausgestellt ist. Die Leidenschaft wird durch Sehnsucht angezündet.

4.Langeweile im Bett oder der Partnerschaft?

Sexuelle Langeweile entsteht aus Sicht der systemischen Sexualtherapie aus unserem Wunsch unserem Partner zu gefallen. Der Weg aus der Langeweile führt wieder hin zu individuellen Unterschieden. Das Begehren meines Partners kann ich auf Dauer nur wieder wecken, wenn ich bereit bin mich selbst immer wieder neu zu entdecken und meine Sexualität als einen kontinuierlichen Wachstumsprozess begreife, den ich selbst kreieren kann.

5.Sex Worth Wanting

Was ist der Sex, der sich lohnt gewollt zu sein. Diese Frage hat mich mehr als durch geschüttelt und seit dem auch nicht mehr los gelassen. Haben wir den Sex den wir wirklich wollen und leben wir unsere Sexualität so wie wir sie gut finden und mögen?

In der Systemischen Sexualtherapie findet diese Frage Raum. Jeder Mensch sollte sich diese Frage ganz ehrlich stellen und dem auf den Grund gehen. In einer Partnerschaft bringt das möglicherweise einige Fragen mit sich, die klärungsbedürftig sind. Doch der Weg lohnt sich auf jedenfalls. Denn was kann sexier sein, als eine klare Ausrichtung zu der eigenen und auch der gemeinsamen Sexualität? Diese und weitere Fragen bringen nicht nur etwas in wanken, sondern können auch mehr Qualität ins Leben rufen.

Was kann ich mit systemischer Sexualtherapie erreichen:

Die Erweiterung Ihrer individuellen Verführungskünste

Ein großer Verführer oder eine großartige Liebhaberin zu sein, steht schon in den Geschichtsbüchern. Doch bei sexueller Langeweile fällt es oft schwer wieder den Draht zum Partner/in zu finden und die Zeit spielt oftmals gegen einen. Denn längere sexuelle Distanz bringt auch einfach Distanz mit sich und umso weniger ist es uns möglich mit einem möglichen „Nein“ umzugehen. Verführungskünste sollten also zum einen gut geplant sein und auch die emotionale Fähigkeit wird gefordert. Auf der einen Seite werden neue Verführungskünste gewünscht, auf der anderen Seite verlassen wir auch die Komfortzone. Denn im „machen lassen“ steckt auch die Sicherheit kein Risiko einzugehen und ein „Nein“ ist nicht zu erwarten. Wir erweitern also ihr sexuelles Potential und auch ihre Persönlichkeit. 

> Hier haben wir wieder ein schönes Beispiel für Ambivalenz in der Sexualität.<

 
 

Darf man den Alltag Sexualisieren?

Können wir aus Alltagssituationen auch erotisches Potenzial erschaffen? Alltag ist für jedes Paar und für jede Beziehung irgendwann ein Problem. Der Alltag lässt sich auch nicht vermeiden, also wie können wir damit umgehen? In der systemischen Sexualtherapie gibt es Methodenspektrum, welches Aufgaben umfasst, die es jedem Paar ermöglicht den Alltag zu sexualisieren. Wie können Paare den gedanklichen Fokus darauf lenken, aus Alltagssituationen erotische Situationen zu kreieren?

Neuer sexuelle Reize

Unser sexuelles Reizspektrum ist enorm groß und vielfältig. Es kann durchaus genutzt werden, um den Partner/in mit neuen Elementen zu überraschen. Ja sogar ein ganzes Verführungsszenario kann mit neuen Elementen aufgebaut werden. Bauen Sie doch einfach die Sinneswahrnehmungen wie Schmecken, Riechen, Fühlen, Hören, Sehen in ihr sexuelles Spektrum ein.

Neue Settings

Warum haben wir alle besseren Sex im Urlaub? Weil wir fernab vom Alltagsstress sind und wir uns somit besser auf die Sexualität einlassen können. Neue Settings bringen automatisch andere Reize mit und können deshalb unser sexuelles Begehren fördern. Die aktive Gestaltung sexueller Settings fördert sowohl Ihre sexuelle Phantasiefähigkeit als auch Ihre Verführungsfähigkeit. Warum also nicht der Aufgabe stellen, dass Setting auf erotische Weise an die Frau bzw. den Mann zu bringen?

Neue sexuelle Rollen

Meistens erleben wir immer denselben Ablauf der Verführung, mit denselben Rollen. Rollenspiele im Allgemeinen funktionieren so gut, weil sie das Gefühl vermitteln das hier erotische Wünsche Platz finden können die sonst im Alltag eher als unangenehm oder unpassend empfunden werden. Wer verführt und wer lässt sich verführen? Typischerweise gibt es in längeren Beziehungen einen aktiven Part, der den Sex initiiert und einen passiven, der den Sex „vermeidet“. Das Spiel mit sexuellen Rollen erfordert in besonderer Weise neue sexuelle Seiten an uns selbst zu entdecken. Eine Aufgabe kann es sein, sich in die Rollen des anderen zu begeben und zu schauen wie sich der Partner/in fühlt. Oder auch die Rollen mal zu tauschen um mutig in die Rollen des Verführers zu schlüpfen. Neue sexuelle Rollen können auch auf lustige Art und Weise einen neuen Bliss in die Beziehung bringen.

Kontakt